Beckenbodentherapie für junge Mädchen
Viele junge Mädchen spüren in der Pubertät, dass sich ihr Körper verändert,
manchmal schneller, intensiver oder unangenehmer, als sie es erwartet haben.
Ein Termin zur Beckenbodentherapie kann sinnvoll sein,
wenn Beschwerden, Unsicherheiten oder Blockaden auftreten,
die sich nicht von selbst klären oder zunehmend belasten.
Typische Gründe, warum junge Mädchen einen Termin buchen
Wenn die (erste) Periode sehr belastend ist
- starke oder regelmäßig wiederkehrende Menstruationsschmerzen
- Krämpfe, Druck- oder Engegefühl im Unterleib
- Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Sitzen und Bewegen
- Probleme mit Blase oder Darm während der Periode
Hier kann eine erhöhte oder schlecht regulierte Spannung im Beckenboden eine Rolle spielen.
Die Therapie hilft, Zusammenhänge zu verstehen und den Körper funktionell zu unterstützen.
Wenn der Unterleib sich „angespannt“, „fremd“ oder schmerzhaft anfühlt
- dauerhaftes Spannungsgefühl im Becken
- häufiges oder plötzliches Harndranggefühl
- Schwierigkeiten beim Toilettengang
- Unsicherheit im eigenen Körpergefühl
Wenn Tampons oder gynäkologische Untersuchungen schmerzhaft sind
- Schmerzen beim Einführen von Tampons
- starke Anspannung oder Blockade
- Angst vor Untersuchungen
Ein möglicher Hintergrund kann eine unwillkürliche Schutzspannung des Beckenbodens sein. Diese ist nicht absichtlich und nicht ungewöhnlich –
aber gut behandelbar.
Wenn erste sexuelle Erfahrungen schmerzhaft oder nicht möglich sind
- Schmerzen bei Nähe oder Penetration
- das Gefühl, „nicht entspannen zu können“
- Rückzug, Angst oder Vermeidung
Auch hier kann ein Vaginismus oder eine ausgeprägte Beckenbodenanspannung vorliegen.
Die Beckenbodentherapie setzt früh, behutsam und ohne Druck an, bevor sich Angst- oder Vermeidungsstrategien verfestigen.
Wenn der Körper Stress zeigt
- hohe innere Anspannung
- flache Atmung
- Bauch- oder Unterleibsschmerzen ohne organischen Befund
Der Beckenboden reagiert sensibel auf Stress, Leistungsdruck und emotionale Belastung – besonders in der Pubertät.
Ein geschützter Rahmen für einen sensiblen Lebensabschnitt
Die Pubertät bringt viele Fragen mit sich.
Nicht alle müssen allein beantwortet werden.
Die Beckenbodentherapie bietet einen Raum,
in dem junge Mädchen ihren Körper ernst nehmen dürfen –
ohne Scham, ohne Druck und ohne Bewertung.
Egal ob du die Fragen stellen möchtest, die du dich sonst nicht zu fragen traust.
Ob du sensible Themen mit einer Fachperson besprechen möchtest.
Oder ob du ein medizinisches, körperliches Problem hast und wir dieses gemeinsam angehen.
Hinweis zur Kostenübernahme
In bestimmten Fällen kann die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten für eine Beckenbodentherapie bei Mädchen U18 übernehmen, insbesondere dann, wenn regional nicht ausreichend spezialisierte Kinder-Beckenbodentherapeut*innen zur Verfügung stehen. Eine Kostenübernahme erfolgt jedoch nicht automatisch und ist von den jeweiligen Voraussetzungen der Krankenkasse abhängig. Bitte fragt bei euren Krankenkassen nach.
Kinder, die privat krankenversichert sind oder über eine private Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen verfügen, können die Behandlung in der Regel entsprechend den individuellen Versicherungsbedingungen bei ihrer Versicherung einreichen.
Bitte klären Sie vor Beginn der Behandlung eigenständig mit Ihrer Krankenversicherung, ob und in welchem Umfang eine Kostenübernahme möglich ist. Eine Erstattung kann nicht garantiert werden.